Der Hof

Der Hof am Kolk im weiten Hasetal

Weites, flaches Land. Wälder Moore und Flusslandschaften.

 

Zwischen Osnabrück und Oldenburg liegt das kleine Städtchen Löningen direkt am Ufer der Hase, ein Kilometer südlich davon liegt unser Hof am Kolk. Aus dem Osnabrücker Raum kommend macht die Hase hier einen kleinen Richtungswechsel gen Westen, wo sie bei Meppen in die Ems mündet. Aus den früheren Zeiten sind noch viele natürliche Landschaftselemente wie Altarme, weite Niederungen und ursprüngliche Waldgebiete erhalten geblieben.

Im Wesentlichen ist aber auch das Hasetal von landwirtschaftlichen Entwicklungen geprägt worden: frühzeitlicher Ackerbau in den alten Siedlungen, den Eschdörfern, Rodung von Waldgebieten, Entwässerungsmaßnahmen, Urbarmachung von Ödland bis hin zu Flurbereinigungsmaßnahmen in der Neuzeit. So ist unser Hof am Kolk ein typisches Beispiel für Geschichte und Entwicklung der Landwirtschaft im Hasetal

Unsere Lage in Angelbeck, eine Bauernschaft zu Löningen gehörig, am Rand einer Anhöhe mitten im Urstromtal der Hase, die Ackerflächen mit ihrem mächtigen Humusaufbau aus über 1200 jähriger Bewirtschaftung, mit den Wald- und Wiesenflächen rundherum sind Zeugnisse langen Lebens in und von der Natur.

Umgebung

Unser Ferienhof ist mitten in einer vielfältigen Landschaft mit alten Ackerflächen, niedrigen Wiesen und kleinen Wäldchen, vielen Knicks gelegen – umgeben von der Natur.

Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auch mit dem Auto, kleinere und größere Ausflüge bescheren immer wieder neue Eindrücke. Wanderwege direkt vor der Haustür, ein ausgezeichnetes Radwegenetz durch reizende Landschaften vorbei an alten Dörfern und pulsierendem Leben, Ausflüge mit dem Auto durchs Artland, ins Emsland, nach Holland, zur Nordseeküste…

Ausflugsziele wie das Museumsdorf in Cloppenburg, die freie Kunstakademie Maiburg, das Jagdschloss Clemenswerth und vieles mehr in unmittelbarer Nähe ergänzen das Gefühl für ein Leben in der Geschichte.

Kurzweiliges bietet der Tier- und Freizeitpark Thüle mit dem Kletterwald, eine Fahrt auf der Draisinenstrecke in Bippen und einen bleibenden Eindruck hinterlässt ein Besuch der Meyerwerft in Papenburg.

 

Landwirtschaft

Auch nach den vielen Veränderungen in den vergangenen 40 Jahren ist die aktive Landwirtschaft auf unserem Hof ein wichtiges Element geblieben. Die zum Hof gehörenden Flächen haben wir im Jahr 2000 auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt und sie dienen im Wesentlichen als Futtergrundlage für die Mutterkuhherde.

Auf ca 3 ha wachsen aber auch noch „Ökoweihnachtsbäume“. Die Bewirtschaftung der Flächen ist so bemessen, dass an den Feldrändern auch noch Platz für Wildtiere, Käfer, Wildkräuter und Sträucher bleibt. Abschnittsweise werden die Wallhecken und Feldränder „auf den Stock gesetzt“, die groß gewordenen Bäume abgesägt, sodass sie von unten wieder nachwachsen und vielen Vögeln wieder neuer Lebensraum geschaffen wird.

Also – das ganze Jahr viel Arbeit. Natürlich gibt es den Trecker – auch zum mitfahren, es muss ja schließlich ausgemistet, Stroh geholt, gefüttert und Hackschnitzel in den Ofen gefüllt werden.

Ökologie & Nachhaltigkeit

Es gehören auch noch 8 ha Wald zum Hof in dem äußerst nachhaltiges Wirtschaften angesagt ist: eine Ernte von gutem Stammholz ist höchstens alle 40 Jahre einmal möglich, dazwischen ist viel Pflege nötig, bei der das anfallende Holz aber auch dem Hof äußerst nützlich ist.

Dieser nachwachsende Rohstoff Holz ist sehr wichtig für die Versorgung der Ferienwohnungen mit Wärme. Seit 2006 versorgt eine zentrale Hackschnitzelheizanlage über ein Wärmenetz die Wohnungen auf dem Hof mit Wärme und Warmwasser. Das Dach einer großen Halle trägt zur Stromversorgung mittels einer Photovoltaikanlage bei. Der jährliche Ertrag von ca 24000 kw, also ein Verbrauch von ca 10 Wohnungen entsprechend, wird zwar ins öffentliche Netz eingespeist aus dem wir es je nach Bedarf wieder entnehmen.

Ein ganz spannendes Thema ist das Bauen mit nachhaltigen und einfachen Baustoffen. Unsere Vorfahren haben es uns gezeigt: Holz und Lehm kombiniert sind stabil, regulieren die Feuchtigkeit im den Räumen, absorbieren Strahlungen, sind sehr langlebig und auch noch nach hundert Jahren wieder verwertbar. In Verbindung mit neuen Lehmbaustoffen, z.B. Holzleichtlehm, erreicht man auch die neuen Anforderungen für die Wärmedurchlässigkeit.Das Backhaus mit dem ältesten Gebälk auf dem Hof und der neuen Lehmausfachung sowie das Naturhaus mit einem Wandaufbau von Strohballen und Lehmputz sind ganz interessante Alternativen mit sehr angenehmen Wohnklima.

 

Tiere

Pferde, Kühe, Katzen und Kaninchen – hier schlagen Kinderherzen höher!

Urlaub auf unserem Hof ist für viele Kontakt zu den Pferden und Ponys: Putzen, Ausreiten, Streicheln und Leckerli verteilen… Lieblingsponys, Reiterfolge und Freundschaft prägen nicht nur die Kindertage, sie werden zu bleibenden Erinnerungen.

Geschichte

Die besondere Lage des Hofes lässt darauf schließen, dass schon die Germanen in grauer Vorzeit diese Stelle als Rückzugsgebiet im Winter genutzt haben. Hier wird wohl eine feste Behausung für Mensch und Tier, die gute Voraussetzungen bot für ein ruhiges und friedliches Nebeneinander der Stammesfamilien, gestanden haben. Daraus hat sich zur Zeit Karls des Großen der Meyerhof entwickelt als ständig bewohnte Hoffläche mit vom Landesherrn delegierten Aufgaben eines Ortsvorstehers. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen unsere Familie betreffend sind in den Kirchenbüchern der Löninger St-Vitus-Kirche aus der Zeit nach dem Ende des 30 jährigen Krieges zu finden. Am 17. Februar 1800 wurde unser Haupthaus aufgerichtet. Es ist bis heute in seiner ursprünglichen Form annähernd erhalten geblieben, nur die Nutzung hat sich verändert: von vielseitiger Tierhaltung bis ca 1970 über eine Spezialisierung zum Kartoffelbau in den 80ern, bis zu den ersten Ferienwohnungen 1994 im ehemaligen Heuerhaus und eine nunmehr  ökologische Bewirtschaftung der Flächen die zum Hof gehören. Eine sehr wechselvolle Geschichte, besonders in der Neuzeit.